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Dualer Bachelor-Studiengang Logistik

12. Oktober 2017 1. – 3. Oktober: Internationales Projekt mit Exkursion nach Finnland

Prof. Dr. Scheckenbach mit der dBL-Studierendengruppe (3. Semester) auf Exkursion in Rauma, Finnland, an der Satakunta University für eine gemeinsame Projektarbeit mit den finnischen Studierenden von Daniela Tanhua für den ‚Auftraggeber‘ Logistikas Oy, einem Logistikdienstleister in Rauma. Geschäftsführer Toni Brigatti erläuterte die Aufgaben an der Uni und vor Ort im eigenen Lagerhaus.

„Die Perspektive zu wechseln und Prozesse aus der Sicht eines anderen Landes zu sehen, das ist in der Logistik-Branche tagtäglich notwendig. Immer wieder wirken sich politische, rechtliche oder soziale Veränderungen oder gar geografische Ereignisse auf die Logistik und ihre Prozesse aus. Schnelle Lösungen sind dann gefragt. Das macht den Beruf so spannend und vielfältig.“ beschreibt Sabine Scheckenbach, Professorin und Studiengangleiterin des dualen Bachelor Studiengangs Logistik (dBL) der Hochschule Ludwigshafen, begeistert die Branche. Einen solchen Perspektivwechsel sollen auch ihre Studierenden im Studium erleben. Daher flog die Gruppe, die aktuell im fünften Semester ist, Anfang Oktober zur Partneruniversität nach Finnland, zur Satakunta University of Applied Sciences (SAMK) in Rauma. Rauma ist eine Hafenstadt an der südwestlichen Küste Finnlands. Wie sieht Logistik aus Finnlands Perspektive, dem Nordosten Europas, aus? Welche Herausforderungen birgt die Logistik in Finnland?

An einem Praxisprojekt für den in Rauma ansässigen Logistik-Dienstleister Logistikas Oy sollen die Studierenden gemeinsam mit Studierenden der SAMK dies erfahren. Daniela Tanuha, Projektleiterin des Austauschs von finnischer Seite, stellte ihre Studierendengruppe vor, eine Gruppe aus sieben verschiedenen Nationalitäten, die ebenfalls Logistik und internationales Business studieren. Die bunt gemischten Arbeitsgruppen lernten sich am ersten Tag kennen, strukturierten ihr Team und planten die Arbeitsteilung. Am Folgetag präsentierte der Geschäftsführer von Logistikas, Toni Brigatti, seine Firma, die 130 Mitarbeiter an fünf Standorten in Finnland beschäftigt und Lösungen für Lagerlogistik, Beschaffungs- und Distributionslogistik anbietet. Bei einer Führung im Lager des Unternehmens wurden die Aufgabenstellungen für die Gruppen erläutert. Die Studierenden stellten Fragen und tauschten Kontaktdaten aus. Denn bis zur Präsentation ihrer Ergebnisse im Dezember werden sie sich noch mehrfach untereinander und mit ihren betreuenden Dozenten via E-Mail, sozialen Medien und online-Treffen austauschen. Natürlich auf Englisch. Interkulturelles Fingerspitzengefühl und der berufliche Umgang mit Kommunikationskanälen wird ganz nebenbei auch noch geübt.

„Es ist wirklich eine Herausforderung direkt fachlich mit Studierenden aus anderen Kulturen zusammen zu arbeiten. Zumal sie manchmal auch ein anderes Verständnis von wissenschaftlichem Arbeiten haben als wir.“ berichtet Sabine Gaisbauer, Studentin des dBL. Sie ist auch Mitarbeiterin in Ausbildung bei einem der über 40 Kooperationspartner des Studiengangs. Alle drei Monate wechseln die dBL Studierenden zwischen Studium und Unternehmen. Nach drei Jahren schließen sie sowohl eine logistiknahe kaufmännische Berufsausbildung als auch ihr Bachelorstudium ab.

Zusammenhänge zu begreifen, darauf kommt es in der heutigen globalen Logistik an. In der Hochschule lernen die Studierenden in kleinen Gruppen die dafür notwendigen Methoden und Theorien aus BWL, Logistik und IT. Im eigenen Betrieb und bei den Exkursionen erleben sie die unterschiedlichsten Tätigkeitsfelder der Logistik. Bei Interesse können sie noch eine Auslandsphase einbauen. Je nachdem wo ihre Stärken liegen können sie sich spezialisieren. Oft wählen sie entsprechend das Thema ihrer Bachelorarbeit aus und wenden darin ihr akademisches Können auf praktische Aufgabenstellungen an. Ihre Ausbildungsunternehmen übernehmen sie meistens - nicht selten für verantwortliche Positionen.

Dateien:
collage_www.pdf304 K